Büt­ten­re­den für den gu­ten Zweck

Wer­ner Blas­wei­ler über­reicht Spen­den­scheck und kün­digt neue Ak­ti­on an.

Die fünf­te Jah­res­zeit steht vor der Tür und wird am kom­men­den Sams­tag, den 11.11. in den rhei­ni­schen Hoch­bur­gen er­öff­net. Zu­vor war es für den Maye­ner Büt­ten­red­ner Wer­ner Blas­wei­ler noch eine an­ge­neh­me Ver­pflich­tung die Ses­si­on 2016/2017 ab­zu­schlie­ßen. Dies ge­schah in Form ei­ner Scheck­über­ga­be in Ko­blenz bei der Stif­tung der ISA Kin­der­see­le.

Spen­de statt Gage

Be­reits im vier­ten Jahr in Fol­ge for­der­te Blas­wei­ler bei den meis­ten sei­ner En­ga­ge­ments im Kar­ne­val kei­ne Gage, son­dern wünsch­te sich von den aus­rich­ten­den Ver­ei­nen eine Spen­de für den gu­ten Zweck. In der ver­gan­ge­nen Ses­si­on hat­te er sich dazu die Stif­tung Kin­der­see­le mit Sitz in Ko­blenz aus­ge­sucht. Die STIFTUNG KINDERSEELE hilft Kin­dern, die kör­per­li­che oder see­li­sche Ge­walt er­leb­ten, nach­hal­tig und gibt ih­nen die Chan­ce, ih­ren Platz in un­se­rer Ge­sell­schaft zu fin­den  – so die Bot­schaft.


Ins­ge­samt 4.858,66 Euro sam­mel­te der ak­ti­ve Red­ner für die gute Sa­che ein. „In die­sem Jahr ka­men au­ßer­halb der Ses­si­on noch ein paar an­de­re Ak­ti­on dazu, bei de­nen ich auf eine Ent­loh­nung zu Guns­ten der Spen­den­ak­ti­on ver­zich­ten konn­te.“ kom­men­tiert Blas­wei­ler das hohe Spen­den­auf­kom­men.

Bis zu fünf Auf­trit­te am Abend

Das zahl­rei­che Wo­chen­en­den und Aben­de spe­zi­ell in der Kar­ne­vals­zeit ge­op­fert wer­den müs­sen ver­steht sich von selbst. „Um mög­lichst viel Geld zu sam­meln, ma­che ich an man­chen Aben­den vier bis fünf Auf­trit­te.“ Da ist ein straf­fer Zeit­plan na­tür­lich Pflicht. „Das ist aber mit den Ver­an­stal­tern ab­ge­spro­chen und die pla­nen das dann so ein, dass ich mög­lichst ge­rin­ge War­te­zei­ten habe.“ so Blas­wei­ler, der au­ßer­dem noch auf die Un­ter­stüt­zung sei­nes Stief­bru­ders Ralf Dietz zäh­len kann. Die­ser über­nimmt an den Aben­den mit zahl­rei­chen Ter­mi­nen seit Jah­ren den Fahr­dienst, was in er­heb­li­chem Maße dazu bei­trägt, dass die ver­ein­bar­ten Zei­ten ein­ge­hal­ten wer­den.

Im letz­ten Jahr wur­de es nur ein­mal knapp, weil es bei ei­ner der ers­ten Ver­an­stal­tun­gen zu Ver­zö­ge­run­gen ge­kom­men war. Lei­der war eine und die­sel­be när­ri­sche Ab­ord­nung gleich an zwei Or­ten nicht be­reit die Rei­hen­fol­ge mit dem Büt­ten­red­ner zu tau­schen. Das be­deu­te­te für Blas­wei­ler rund drei­ßig Ki­lo­me­ter Um­weg, aber alle Sit­zun­gen wur­den am Ende be­sucht, weil die Ver­an­stal­ter in Vol­kes­feld ih­ren Pro­gramm­ab­lauf spon­tan um­or­ga­ni­sier­ten. „Scha­de, dass es hier so we­nig Ent­ge­gen­kom­men gab, vor al­lem, weil es sich nicht um ei­nen Prin­zen oder eine Prin­zes­sin ge­han­delt hat. Da hät­te ich erst gar nicht ge­fragt – Tol­li­tä­ten ha­ben im­mer Vor­rang. Und im Nach­gang hat sich dann her­aus­ge­stellt, dass die­se De­le­ga­ti­on wohl kei­ne fes­ten Ter­mi­ne mehr im An­schluss hat­te“ so Blas­wei­ler, der dies aber als die Aus­nah­me sieht und sich viel mehr über die Spon­ta­ni­tät der Vol­kes­fel­der Nar­ren freu­te.

En­ga­ge­ment für die Le­bens­hil­fe

Mehr als 1.000 Fahr­ki­lo­me­ter und rund vier­zig Auf­trit­te wa­ren nö­tig um die­se Spen­den­sum­me von fast 5.000,- Euro  zu­sam­men zu brin­gen – aber ge­lohnt hat sich der Auf­wand auf alle Fäl­le, wie auch Ro­man Klein als Vor­stands­vor­sit­zen­der der ISA Kin­der­stif­tung bei der Scheck­über­ga­be be­fand. Für die kom­men­de Ses­si­on ist die fünf­te Auf­la­ge der Spen­den­ak­ti­on schon längst be­schlos­se­ne Sa­che. Nutz­nie­ßer wird in die­sem Jahr die Le­bens­hil­fe Mayen sein, die mit ih­ren in­te­gra­ti­ven Ak­tio­nen seit Jah­ren ei­nen wert­vol­len Bei­trag leis­tet, um den Men­schen Per­spek­ti­ven zu schen­ken, die vom Schick­sal nicht so be­güns­tigt wur­den. Und die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung für eine er­folg­rei­che Ak­ti­on ist auch ge­schaf­fen: „Der Ter­min­ka­len­der ist rap­pel­voll.“ so Blas­wei­ler.

Marco Schmitz
Mar­co Schmitz
Mar­co lebt und ar­bei­tet als frei­er Jour­na­list in Mayen. Der Schwer­punkt sei­ner Tä­tig­keit liegt in den Be­rei­chen Kul­tur und Un­ter­hal­tung. Er schreibt für Zei­tun­gen und ist Au­tor Deutsch­lands ers­ter Stu­die über die Re­zep­ti­on von in­ter­ak­ti­ven In­hal­ten durch El­tern.

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