Nicht mehr un­ser Bier“

GRÜNE be­grü­ßen Bür­ger­ent­scheid

Be­dau­ern und Ent­setz­ten  bei den GRÜNEN im Maye­ner Stadt­rat über den Rück­zug der In­ves­to­ren des ge­plan­ten Bier­hau­ses. „Dies sind be­reits die zwei­ten In­ves­to­ren, die Mayen ver­grault hat und die bei  künf­ti­gen Ge­schäfts­be­zie­hun­gen mit Si­cher­heit ei­nen gro­ßen Bo­gen um un­se­re Stadt  ma­chen wer­den. Das Aus­maß die­ses Image­scha­dens ist im­mens“, so Aa­ron Len­tes, Stadt­rat der GRÜNEN Rats­frak­ti­on. Nach den Wind­kraft­be­trei­bern ABO Wind,  die nach mo­na­te­lan­ger Hin­hal­te­tak­tik und be­reits ge­tä­tig­ten In­ves­ti­tio­nen in 6stelliger Höhe ver­prellt wur­den, habe man nun er­neut In­ves­to­ren ver­trie­ben.  „Mayen guckt wie­der in die Röh­re und hat sich als se­riö­ser Ver­trags­part­ner dis­qua­li­fi­ziert. So was wird sich weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus her­um­spre­chen“, so der Ma­­schi­­nen­­bau-Stu­­dent.

Dass nun den­noch grund­sätz­lich über eine gas­tro­no­mi­sche Nut­zung des Al­ten Rat­hau­ses von den Bür­gern ab­ge­stimmt wer­den soll, wird von den GRÜNEN be­grüßt.  Die Fra­ge­stel­lung muss­te al­ler­dings kon­kre­ti­siert wer­den.   Die vor­ge­leg­te Fra­ge­stel­lung der Bier­haus­geg­ner war bi­zarr.  Auf Rück­fra­ge der GRÜNEN konn­ten die An­trag­stel­ler des Bür­ger­be­geh­rens ge­gen das Bier­haus nicht wi­der­le­gen,  dass ihre ei­ge­ne For­mu­lie­rung sämt­li­che – auch kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen im Al­ten Rat­haus aus­schlie­ßen wür­de. „In ih­rem An­trag ver­bie­ten die In­itia­to­ren aus­drück­lich „jed­we­de“ gas­tro­no­mi­sche und kul­tu­rel­le Nut­zung des Ge­bäu­des. Das wür­de be­deu­ten, dass auch Events wie die tra­di­tio­nel­le  Rat­hau­ser­stür­mung zu Kar­ne­val, Wein-Käse-Aben­­de der Städ­te­part­ner­schaf­ten oder an­de­re  Fest­emp­fän­ge künf­tig ver­bo­ten wä­ren. Fa­tal! Sol­che Ver­an­stal­tun­gen ge­hö­ren zu Mayen und soll­ten auch un­be­dingt wei­ter­hin im Al­ten Rat­haus statt­fin­den dür­fen,“ so Na­ta­scha Len­tes, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Maye­ner GRÜNEN und riet drin­gend, die For­mu­lie­rung an­zu­pas­sen, was auch mehr­heit­lich von den Rats­mit­glie­dern be­schlos­sen wur­de.


Au­ßer­dem ap­pel­lie­ren die GRÜNEN nun end­lich die Not­wen­dig­keit und die Vor­tei­le von di­gi­ta­len Bür­ger­be­tei­li­gungs­platt­for­men zu er­ken­nen. Im Sep­tem­ber hat­te die Ver­wal­tung ein Pro­jekt der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Darm­stadt und der „wer denkt was“ GmbH vor­ge­stellt. Eine di­gi­ta­le Platt­form, auf der die Maye­ner ihre Mei­nung und  Ide­en ein­brin­gen oder  Män­gel mel­den kön­nen. Auch Um­fra­gen zu kom­mu­na­len The­men könn­ten dort ohne wei­te­re Kos­ten durch­ge­führt wer­den. Das ge­sam­te Pro­jekt, das ganz in­di­vi­du­ell auf Mayen hät­te zu­ge­schnit­ten wer­den kön­nen,   hät­te die  Stadt ein­ma­lig  18.000 € ge­kos­tet.  Lei­der wur­de das Pro­jekt ge­gen die Stim­men der Grü­nen und des Ober­bür­ger­meis­ters von der Rats­mehr­heit  ab­ge­lehnt.

Bünd­nis 90/DIE GRÜNEN
Stadt­rats­frak­ti­on Mayen

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