20 Jah­re In­te­grier­te Um­welt­be­ra­tung

Vie­le Er­folg­rei­che Pro­jek­te in Mayen-Ko­blenz

KREIS. Nach­hal­tig­keit, En­er­gie­ef­fi­zi­enz und öko­lo­gi­sche Land­schafts­ent­wick­lung, die­se Be­grif­fe prä­gen die Ar­beit der In­te­grier­ten Um­welt­be­ra­tung (IUB) des Land­krei­ses Mayen-Ko­blenz. In Kot­ten­heim wur­de nun das 20-jäh­­ri­ge Be­stehen der IUB ge­fei­ert, die nicht nur auf zahl­rei­che, son­dern auch er­folg­rei­che  Pro­jek­te zu­rück­bli­cken kann.

Die Welt ist so schön und wert, dass man um sie kämpft.“ Mit die­sen Wor­ten hieß Land­rat Dr. Alex­an­der Saf­tig die Gäs­te der Ju­bi­lä­ums­fei­er will­kom­men und ging auf die Be­deu­tung der In­te­grier­ten Um­welt­be­ra­tung für Mayen-Ko­blenz ein: „Der nach­hal­ti­ge Um­gang mit den vor­han­de­nen Res­sour­cen wird im­mer wich­ti­ger. Je­der Ein­zel­ne kann ei­nen Bei­trag leis­ten. Vie­le Wege sind mög­lich und der ver­ant­wor­tungs­vol­le Um­gang mit un­se­rer Na­tur ist längst kein Phä­no­men ein­zel­ner Idea­lis­ten mehr.“ Das ver­deut­lich­ten auch die vie­len Gäs­te, die die Kot­ten­hei­mer Ge­mein­de­hal­le füll­ten: Mit­in­itia­to­ren, Weg­ge­fähr­ten, Un­ter­stüt­zer und Freun­de der IUB.

Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung im Kreis

Das Ju­bi­lä­um bot die Ge­le­gen­heit, ei­nen Blick auf die Ge­schich­te der IUB zu wer­fen: „Von Be­ginn an stand die Nach­hal­tig­keit im Fo­kus“, er­in­ner­te sich Ko­or­di­na­tor Dr. Rü­di­ger Kape, des­sen Name seit der Grün­dung un­trenn­bar mit der IUB ver­bun­den ist. 1997 star­te­te die In­te­grier­te Um­welt­be­ra­tung als Pro­jekt mit bun­des­weit ins­ge­samt zehn Land­krei­sen. „In vie­len Krei­sen war nach der ur­sprüng­lich ge­plan­ten Pro­jekt­lauf­zeit von drei Jah­ren Schluss. Nicht bei uns in Mayen-Ko­blenz. Hier lau­te­te das Ziel wei­ter­hin, den Kreis nach­hal­tig zu ent­wi­ckeln und dem Um­welt­schutz mehr Ge­wicht zu ge­ben“, so Rü­di­ger Kape.

In 20 Jah­ren IUB-Ar­beit wur­den zahl­rei­che Pro­jek­te ins Le­ben ge­ru­fen. Ins­ge­samt wur­den da­bei al­lei­ne seit 2010 in zen­tra­len  der IUB rund 23.000 Men­schen mit den un­ter­schied­lichs­ten Ver­an­stal­tun­gen er­reicht. Ei­nes der ers­ten gro­ßen Pro­jek­te war „Hei­mat schmeckt!“. Aus ei­ner Ar­beits­grup­pe der IUB

ent­stand 2004 ein ei­getra­ge­ner Ver­ein. „Ziel war, die re­gio­na­le Ver­mark­tung von land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ten aus der Re­gi­on für die Re­gi­on. So wird die Wert­schöp­fung vor Ort er­höht, land­wirt­schaft­li­che Fa­mi­li­en­be­trie­be wer­den un­ter­stützt und dem Kun­den Trans­pa­renz und Ver­trau­en in die hei­mi­schen Le­bens­mit­tel ge­ge­ben.“ Dar­an hält der Ver­ein bis heu­te fest. „Hei­mat schmeckt!“ ist so zu ei­nem Syn­onym für Fri­sche und Re­gio­na­li­tät ge­wor­den.

Die The­men ge­hen nicht aus

Auch „En­er­gie­spa­ren­des Bau­en und Sa­nie­ren“ war von An­fang an ein wich­ti­ges The­ma der Ar­beit der IUB. Das Bau- und En­er­gie­netz­werk Mit­tel­rhein (BEN) und das Um­welt­netz­werk Kir­che Rhein-Mo­­sel sind in­zwi­schen fest eta­bliert. BEN ging aus ei­nem Pro­jekt zum en­er­gie­spa­ren­den Bau­en und Sa­nie­ren her­vor und hat sich zu ei­ner mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten und re­gio­nal be­deu­ten­den Kli­ma­schutz­in­itia­ti­ve ent­wi­ckelt. Ein ähn­li­ches Ziel wie BEN ver­folgt das Um­welt­netz­werk Kir­che Rhein-Mo­­sel. Es in­for­miert und un­ter­stützt Maß­nah­men des kirch­li­chen Um­welt­schut­zes.

Rück­bli­ckend be­ur­teil­te Rü­di­ger Kape die Ak­ti­vi­tä­ten der In­te­grier­ten Um­welt­be­ra­tung durch­weg po­si­tiv: „Die IUB ist auch noch nach 20 Jah­ren dy­na­misch. Uns ge­hen die The­men nicht aus – im Ge­gen­teil.“ Ei­nes der ak­tu­el­len The­men ist die Pfle­ge und Nut­zung der Streu­obst­wie­sen, wo­bei auch der Er­halt al­ter Obst­sor­ten  be­son­ders im Fo­kus steht.

Das zwei­te gro­ße ak­tu­el­le Pro­jekt ist die Um­welt­bil­dung, bei dem Kita- und Grund­schul­kin­dern die Na­tur nä­her ge­bracht wird. „Un­ser Ziel ist es, mög­lichst vie­len Kin­dern Na­tur­er­leb­nis­se zu er­mög­li­chen und grund­le­gen­des Um­welt­wis­sen zu ver­mit­teln. Nur so kann Um­welt­schutz auf Dau­er funk­tio­nie­ren“,  be­ton­te Rü­di­ger Kape die Be­deu­tung des Pro­jek­tes und warf gleich­zei­tig ei­nen Blick in die Zu­kunft. In ei­nem neu­en Pro­jekt wird der Schwer­punkt auf öf­fent­li­che und pri­va­te Grün­flä­chen ge­legt: „Wir möch­ten ver­mei­den, dass im­mer mehr so­ge­nann­ter „Stein­wüs­ten“ ent­ste­hen. Die Grün­flä­chen sol­len ih­ren Na­men zu Recht tra­gen und Pflan­zen und Tie­ren ei­nen Le­bens­raum bie­ten.“

Marco Schmitz
Mar­co Schmitz
Mar­co lebt und ar­bei­tet als frei­er Jour­na­list in Mayen. Der Schwer­punkt sei­ner Tä­tig­keit liegt in den Be­rei­chen Kul­tur und Un­ter­hal­tung. Er schreibt für Zei­tun­gen und ist Au­tor Deutsch­lands ers­ter Stu­die über die Re­zep­ti­on von in­ter­ak­ti­ven In­hal­ten durch El­tern.

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