Ober­bür­ger­meis­ter ruft zur Stimm­ab­ga­be auf!

Bür­ger­ent­scheid über die Nut­zung des Al­ten Rat­hau­ses ist am 27. Mai.

Am Sonn­tag, dem 27. Mai 2018, wird in der Stadt Mayen ein Bür­ger­ent­scheid durch­ge­führt. Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Treis ruft die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dazu auf, ihr Kreuz zu ma­chen.

Erst­ma­lig wird es in Mayen ei­nen Bür­ger­ent­scheid ge­ben und ich hof­fe auf eine rege Be­tei­li­gung aus der Be­völ­ke­rung! Die ba­sis­de­mo­kra­ti­sche po­li­ti­sche Teil­ha­be der Men­schen ist ein ho­hes Gut, um das uns vie­le be­nei­den, da­her soll­te dies auch ge­nutzt wer­den “, so der Stadt­chef. Zur Ab­stim­mung wird die Fra­ge ge­stellt:  „Soll eine ge­werb­li­che gas­tro­no­mi­sche Nut­zung des Al­ten Rat­hau­ses durch eine auf Dau­er an­ge­leg­te Ver­pach­tung un­ter­blei­ben?“.

Wer also für eine Gas­tro­no­mie ist, stimmt mit „Nein“, wer da­ge­gen ist, mit „Ja“.

Das hat ver­ständ­li­cher­wei­se bei ei­ni­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern schon zu Ver­wir­run­gen ge­führt und vie­le ha­ben mich ge­fragt, war­um die Fra­ge denn nicht ge­nau an­ders her­um for­mu­liert ist“, be­rich­tet Wolf­gang Treis. Die Fra­ge ent­spricht aber der In­ten­ti­on des Bür­ger­be­geh­rens, wel­ches den An­stoß für den Bür­ger­ent­scheid ge­ge­ben hat: Bei ei­nem Bür­ger­ent­scheid als Fol­ge ei­nes Bür­ger­be­geh­rens ori­en­tiert sich die Fra­ge­stel­lung im­mer an dem, der das Bür­ger­be­geh­ren ein­bringt. Da­bei muss im­mer eine Ja-Fra­ge ge­stellt wer­den. Weil der „Ak­ti­ons­kreis Al­tes Rat­haus“ das Un­ter­blei­ben ei­ner gas­tro­no­mi­schen Nut­zung des Rat­hau­ses schon beim Bür­ger­be­geh­ren ge­for­dert hat­te, kam es nun eben zu der Fra­ge­stel­lung „Soll eine ge­werb­li­che gas­tro­no­mi­sche Nut­zung des Al­ten Rat­hau­ses durch eine auf Dau­er an­ge­leg­te Ver­pach­tung un­ter­blei­ben?“.

Aber nicht nur zu die­sem The­ma er­rei­chen den Ober­bür­ger­meis­ter Fra­gen und Be­den­ken. Er er­klärt da­her: „Es geht hier zu­nächst nur um eine Grund­satz­ent­schei­dung. Wie die tat­säch­li­che Aus­ge­stal­tung ei­ner Gas­tro­no­mie aus­se­hen könn­te, wäre dann mit po­ten­ti­el­len In­ves­to­ren zu ver­han­deln und in den städ­ti­schen Gre­mi­en zu ent­schei­den.“

Ei­ni­ge Punk­te sind aber fix. In je­dem Fall muss die his­to­ri­sche Nuss­baum­tür er­hal­ten blei­ben: „Das ist al­lein aus Grün­den des Denk­mal­schut­zes gar nicht an­ders mög­lich“, so Treis, der dar­über hin­aus ver­si­chert, dass ein gas­tro­no­mi­sches Nut­zungs­kon­zept im­mer mit dem Denk­mal­schutz in Ein­klang zu brin­gen ist. Grö­ße­re Ver­än­de­run­gen an dem his­to­ri­schen Ge­bäu­de sind also gar nicht mög­lich – ganz gleich, wie es ge­nutzt wird.

Wenn eine Gas­tro­no­mie ins Alte Rat­haus ein­zie­hen wür­de, müss­te die Tou­­rist-In­­­for­­ma­­ti­on um­zie­hen: „Hier ha­ben wir aber mit dem Go­dal­ming­haus ei­nen gu­ten, al­ter­na­ti­ven Stand­ort ge­fun­den, in dem die Tou­­rist-In­­­for­­ma­­ti­on eben­so zen­tral und so­gar noch leich­ter für Bus­rei­sen­de oder Gäs­te, die mit dem PKW an­rei­sen, zu er­rei­chen wäre.“

Der Um­zug wür­de die Stadt ca. 55.000 Euro Kos­ten. „Wei­te­re Kos­ten ent­ste­hen der Stadt aber nicht“, führt OB Treis aus. Die Stadt hat zu kei­nem Zeit­punkt ge­plant, Geld ins Alte Rat­haus für eine mög­li­che Um­nut­zung zu in­ves­tie­ren. Dies soll auch zu­künf­tig nicht der Fall sein.

Nach den lan­gen Wo­chen und Mo­na­ten der Dis­kus­si­on hofft Ober­bür­ger­meis­ter Treis auf ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Vo­tum aus der Be­völ­ke­rung.

Ich per­sön­lich be­ken­ne mich klar „Pro-Gas­­­tro“, denn ich bin nach wie vor über­zeugt da­von, dass eine Gas­tro­no­mie im Al­ten Rat­haus un­se­re In­nen­stadt be­lebt und für uns eine ech­te Be­rei­che­rung dar­stellt. Noch viel wich­ti­ger ist mir al­ler­dings, dass vie­le Maye­ner ihre Mei­nung kund­tun und beim Bür­ger­ent­scheid ab­stim­men, so­dass wir am Ende des Ta­ges ein kla­res Vo­tum und eine Marsch­rich­tung für die Zu­kunft ha­ben“, so der Stadt­chef.

Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kön­nen ent­we­der am 27. Mai in ih­rem Ab­stim­mungs­lo­kal (Wahl­lo­kal) vor Ort wäh­len oder vor­ab per Brief­ab­stim­mung. Die Un­ter­la­gen hier­zu kann man un­ter http://www.mayen.de/Rat-und-Verwaltung/Wahlen_Buergerentscheide/  oder di­rekt im Brief­ab­stim­mungs­bü­ro bei der Stadt­ver­wal­tung, Raum 118, er­reich­bar über den Ein­gang „Steh­bach, be­an­tra­gen.

Das Büro hat ab Mon­tag, 7. Mai 2018 wie folgt ge­öff­net:

  • Mon­tag bis Mitt­woch: 8 – 12 Uhr & 14 Uhr – 16 Uhr
  • Don­ners­tag: 8 – 16 Uhr
  • Frei­tag: 8 Uhr – 12 Uhr

Die Mit­ar­bei­ter sind  te­le­fo­nisch er­reich­bar un­ter 02651 – 882002,  oder per Email: briefwahl@mayen.de.

Alle In­for­ma­tio­nen rund um den Bür­ger­ent­scheid fin­det man auch un­ter www.mayen.de – dort führt di­rekt von der Start­sei­te aus ein Link zu den Un­ter­sei­ten rund um die Ab­stim­mung.

Stadt Mayen
Stadt Mayenhttp://www.mayen.de
Un­ter die­sem Au­tor ver­öf­fent­li­chen wir Be­kannt­ma­chun­gen der Stadt Mayen ohne re­dak­tio­nel­le Ein­fluß­nah­me. Für den In­halt die­ser Mel­dun­gen ist die Stadt Mayen ver­ant­wort­lich.

1 KOMMENTAR

  1. Hal­lo Herr Treis, eine auf­klä­ren­de Mit­tei­lung die ei­gent­lich je­der ver­ste­hen soll­te.
    Ihre Äüsß­rung zur Nuss­baum­tür soll­te bes­ser fol­gen­der­ma­ßen sein, sonst kann man es auch als Po­li­ti­ker­äu­ße­rung se­hen. “Die Nuss­baum­tür WIRD so er­hal­ten blei­ben”. Ein­deu­tig klar und ver­bind­lich.

    Aber da­mit wür­den Sie ja je­der gas­tro­no­mi­schen Nut­zung auf je­den Fall ADE sa­gen. Wie soll­te dann die­se Tür als Flucht­weg die­nen? Nach aus­sen geht es nicht, Aus­tau­schen auch nicht. Und auf­schnei­den für et­was an­de­res zu­sätz­lich ein­zu­set­zen auch nicht.
    Und die Bau­auf­sicht Ih­rer Ver­wal­tung wird es so nicht ab­neh­men kön­nen, ohne eben­so wie die Kol­le­gen aus Duis­burg spä­ter auf ei­ner An­kla­ge­bank zu lan­den.
    Also wie­so muss dann die Ab­stim­mung über­haupt sein? Das Ge­bäu­de und die viel­zi­tier­te Bau­auf­sicht las­sen ja dann über­haupt nicht eine sol­che Nut­zung zu. Wo­bei ja auch die hin­te­re Flucht­tür eben­falls zu schmal ist.
    Der Be­stuh­lungs­plan weisst 64 Sitz­plät­ze aus und im Schrift­ver­kehr ist dau­ernd von 42 die Rede. Zu den 64 Plät­zen im Kon­zept kom­men dann noch die Steh­plät­ze. Also fast 100 Per­so­nen zeit­gleich mög­lich.
    Und wenn dann Wei­ber­fast­nacht und Ro­sen­mon­tag kommt, sind ja oben im Sall und im Foy­er oben eben­falls 100 Leu­te min­des­tens. Aber ab 199 Per­so­nen greift doch die Ver­samm­lungs­stät­ten­ver­ord­nung. Die­se schreibt dann eine R (Rauch) W (Wär­me) Ab­zugs­an­la­ge vor. Ab­ge­se­hen von den im­mens ho­hen Kos­ten geht eine In­stal­la­ti­on nur mit grö­ße­ren Durch­brü­chen im Au­ßen­mau­er­werk.

    Soll­te man die­se Ab­stim­mung nun nicht ein­ver­nehm­lich ab­sa­gen, da tat­säch­lich kei­ne Nut­zung mög­lich ist.
    Oder wird oben zeit­gleich zu den Öff­nungs­zei­ten un­ten kein Zu­gang für Kar­ne­va­lis­ten. Ta­gun­gen etc . mög­lich sein, oder bleibt die Gas­tro un­ten ge­schlos­sen an den 3 Kar­ne­vals­ta­gen da­mit Sie als OB das Rat­haus ver­tei­di­gen kön­nen?

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