Ma­rio Adorf be­such­te Hei­mat­stadt

May­ens be­kann­tes­ter Eh­ren­bür­ger mach­te in die­sen Ta­gen Sta­ti­on in Mayen: Ma­rio Adorf be­reis­te für die Ver­fil­mung ei­ner Dokumentation/Biographie sei­ne Hei­mat­stadt. Der Ber­li­ner Re­gis­seur Do­mi­nik Wes­se­ly ver­filmt das Le­ben des Schau­spie­lers und nahm da­für mit Ma­rio Adorf vor Ort an sei­nen wich­tigs­ten Le­bens­sta­tio­nen Se­quen­zen auf.

So be­such­te das Film­team die Cle­mens­schu­le, die Adorf noch un­ter der Be­zeich­nung „Kna­ben­schu­le“ be­such­te, die neu ge­stal­te­ten Ne­t­­te-Ter­ras­­sen, in de­ren un­mit­tel­ba­rer Nähe er frü­her wohn­te und den denk­mal­ge­schütz­ten Bun­ker­be­reich vom Deut­schen Schie­fer­berg­mu­se­um in der Ge­no­ve­va­burg für die Film­se­quen­zen. Vor den Bom­ben des 2. Welt­krie­ges such­te er, der Schau­spie­ler als Kind haupt­säch­lich Schutz im Ban­nen­bun­ker und ge­le­gent­lich im Bun­ker der Ge­no­ve­va­burg, mit der er als Pate der Burg­fest­spie­le eng ver­traut ist.

Nach­dem die Auf­nah­men „im Kas­ten“ wa­ren, nutz­te Adorf den Ab­ste­cher in sei­ne Hei­mat­stadt auch für ei­nen Be­such sei­nes Lieb­lings­re­stau­rants „W Gour­met“. Dort freu­te sich auch Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Treis über ein Tref­fen mit dem Eh­ren­bür­ger. Bei ge­wohnt ex­zel­len­ter ku­li­na­ri­scher Ver­pfle­gung konn­ten sich die Maye­ner mit ih­rem Welt­star noch ein­mal per­sön­lich aus­tau­schen.


Mayen blieb Hei­mat für Ma­rio Adorf

Mayen ist, wie Adorf selbst oft be­tont, sei­ne Hei­mat ge­blie­ben. Ge­bo­ren wur­de Ma­rio Adorf 1930 zwar in Zü­rich, auf­ge­wach­sen ist er je­doch in Mayen und zu vie­len Ge­le­gen­hei­ten kommt Ma­rio Adorf  im­mer wie­der ger­ne in die Stadt zu­rück, in der sei­ne Kind­heit und Ju­gend ver­bracht hat, in der er zur Schu­le ging und sein Ab­itur mach­te.

Trotz vol­lem Ter­min­ka­len­ders, an­stren­gen­der Dreh­ar­bei­ten und vie­ler an­de­rer Ver­pflich­tun­gen — re­gel­mä­ßig nimmt sich Ma­rio Adorf Zeit für Mayen und sei­ne Men­schen. Auch die Pa­ten­schaft für die Burg­fest­spie­le, die er 2005 über­nom­men hat, ist für ihn nicht nur “schmü­cken­des Bei­werk“, son­dern wird von ihm mit Le­ben er­füllt. In fast je­dem Jahr be­sucht er eine der Auf­füh­run­gen. Ma­rio Adorf ist aber nicht nur Pate der Burg­fest­spie­le, son­dern auch seit 2001 Eh­ren­bür­ger der Stadt Mayen.

Die Be­grün­dung ist ein­fach um­ris­sen: Die lang­jäh­ri­gen Ver­diens­te, ins­be­son­de­re im kul­tu­rel­len Be­reich und als Mensch. Er hält die Stadt Mayen in Eh­ren und ver­tritt Mayen in der gan­zen Welt her­vor­ra­gend. Ihm ist es ein Her­zens­an­lie­gen sei­ne Hei­mat re­gel­mä­ßig zu be­su­chen, wann im­mer sich das mit en­gen Ter­min­ka­len­der des heu­te 87-jäh­­ri­gen ver­ein­ba­ren lässt. 2010 rich­tet die Stadt ih­rem Welt­star ein be­son­de­res Fest zum 80igsten Ge­burts­tag aus. 2014 war die Film­le­gen­de so­gar für ei­nen mehr­tä­gi­gen Be­such in Mayen. Im Rah­men die­ses Be­su­ches wur­de auch der „Ma­­rio-Adorf-Bur­g­­weg“ ein­ge­weiht.

Alle Adorf-Fans dür­fen be­rech­tigt dar­auf hof­fen, ih­ren Welt­star bald wie­der in sei­ner Hei­mat zu se­hen. Er will ver­su­chen, in die­sem Som­mer noch die Burg­fest­spie­le zu be­su­chen und viel­leicht im kom­men­den Jahr die Ber­li­na­le mit ei­nem Be­such in Mayen zu ver­bin­den.

Ma­rio Adorf: Welt­star, be­gna­de­ter Schau­spie­ler, Buch­au­tor, Kos­mo­po­lit, ge­ehrt mit vie­len Aus­zeich­nun­gen und Prei­sen — und ne­ben all die­sen Su­per­la­ti­ven ein Mensch, der sich trotz­dem — oder ge­ra­de des­halb — mit sei­ner Hei­mat stark ver­bun­den fühlt.

Marco Schmitz
Mar­co Schmitz
Mar­co lebt und ar­bei­tet als frei­er Jour­na­list in Mayen. Der Schwer­punkt sei­ner Tä­tig­keit liegt in den Be­rei­chen Kul­tur und Un­ter­hal­tung. Er schreibt für Zei­tun­gen und ist Au­tor Deutsch­lands ers­ter Stu­die über die Re­zep­ti­on von in­ter­ak­ti­ven In­hal­ten durch El­tern.

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