Viel Schat­ten und end­lich et­was Licht im Rat­haus

Mit der 28. Rats­sit­zung und ins­ge­samt über 200 Sit­zun­gen städ­ti­scher Gre­mi­en geht bei der Kom­mu­nal­wahl am 26. Mai eine schwie­ri­ge und ar­beits­rei­che Wahl­pe­ri­ode zu Ende, die lei­der vor al­lem we­gen et­li­cher Pan­nen im Rat­haus in Er­in­ne­rung blei­ben wird. Seit über ei­nem Jahr ge­lingt es der Ver­wal­tung nicht, den Plat­ten­be­lag in der Makt­stras­se zu er­neu­ern, die Bau­män­gel in der Bä­cker­stras­se sind seit über ei­nem hal­ben Jahr nicht be­sei­tigt, es gibt kein dis­kus­si­ons­fä­hi­ges An­ge­bot für die Alte Rat­haus Gas­tro­no­mie, Ho­tel und Stadt­hal­le als Ver­an­stal­tungs­ort auch für un­se­re Ver­ei­ne lie­gen in wei­ter Fer­ne, der Kin­der­gar­ten­aus­bau St. Veit ist um Mo­na­te ver­zö­gert, um nur we­ni­ge Bei­spie­le zu nen­nen.

Aber es gibt auch gute, wenn­gleich zu lang­sa­me Ent­wick­lun­gen. Dazu ge­hört der Bau ei­nes neu­en Kin­der­gar­tens, nach­dem der Ver­wal­tungs­spit­ze vor 1 1/4 Jahr im Fe­bru­ar 2018 plötz­lich auf­ge­fal­len war, dass rund 150 ! Plät­ze feh­len und Mayen sei­ne Kin­der nicht ge­set­zes­kon­form ver­sor­gen kann. Nun kom­men wir mit ei­ner Vor­pla­nung und dem not­wen­di­gen An­trag auf Lan­des­för­de­rung ei­nen Schritt vor­an. Bis der Kin­der­gar­ten in Be­trieb geht, wird es wei­te­re Kos­ten­stei­ge­run­gen ge­ben und die­ses Jahr wird auch vor­bei sein.

War­um geht es in der Ver­wal­tung im­mer nur zäh und lang­sam?

Die er­neu­te Be­las­tung vie­ler Bür­ger mit Stras­sen­aus­bau­bei­trä­gen durch die Ver­wal­tung treibt in­ter­es­san­te Blü­ten. Nun hat der Ober­bür­ger­meis­ter ei­nen Fach­ju­ris­ten auf­ge­bo­ten, um dem Stadt­rat vor­zu­le­sen, was er an­geb­lich ent­schei­den muss.


Von un­nö­ti­gen Kos­ten ab­ge­se­hen, wird dar­aus nichts. Die CDU lehnt die­se Be­trä­ge be­kannt­lich ab und for­dert eine Ge­set­zes­än­de­rung. Wir er­war­ten von den Frak­tio­nen, die auch in Mainz die Re­gie­rung stel­len, eine kla­re Po­si­tio­nie­rung für die Ent­las­tung der Bür­ger von die­sen Bei­trä­gen. Wenn die Lan­­des-FDP und de­ren frü­he­rer Vor­sit­zen­der Rai­ner Brü­der­le, heu­te Vor­sit­zen­der des Bun­des der Steu­er­zah­ler, die For­de­rung der CDU un­ter­stützt, bleibt un­ver­ständ­lich, dass de­ren Land­tags­frak­ti­on so tut, als ge­hö­re sie nicht zur Partei.Dass die Grü­nen in Mainz und Mayen dazu kei­ne Mei­nung ha­ben, ver­wun­dert nicht. Die SPD ist je­den­falls der rich­ti­gen Auf­fas­sung, dass die in Mayen ge­for­der­ten An­lie­ger­bei­trä­ge zu hoch sind und setzt auf die Ein­füh­rung wie­der­keh­ren­der Bei­trä­ge. De­ren Ein­füh­rung kann leicht in Mayen zu ähn­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen füh­ren wie wir sie lei­der in St. Jo­hann hat­ten. Das ist kei­ne Lö­sung. Die CDU steht für die Ent­las­tung der An­lie­ger nicht nur in der Bäcker‑,Neu- und Ost­bahn­hof­str., im Hom­brich, Preul und En­ten­pfuhl, son­dern in ganz Mayen und im gan­zen Land.

Wir be­dan­ken uns beim gan­zen Stadt­rat für das ein­stim­mi­ge Vo­tum bei der Wahl des von uns vor­ge­schla­ge­nen neu­en Schieds­manns Nor­bert Kna­be. Ihm wün­schen wir eine glück­li­che Hand in die­ser wert­vol­len Ar­beit zur Streit­bei­le­gung.

Die Or­ga­ni­sa­ti­ons­un­ter­su­chung der städ­ti­schen Ei­gen­be­trie­be und Ge­sell­schaf­ten wird die be­gon­ne­ne Zu­sam­men­füh­rung un­ter­stüt­zen, die wir in­iti­iert hat­ten. Schon jetzt er­kennt man, dass Stadt­wer­ke und Stadt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft un­ter neu­er Füh­rung kla­re Zei­chen für bau­li­che und stra­te­gi­sche Zu­kunfts­aus­sich­ten set­zen. Das be­stä­tigt die Rich­tig­keit der von uns durch­ge­setz­ten Ab­lö­sung des OB als obers­ter Auf­se­her der Stadt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft nach den dort auf­ge­deck­ten Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten.

Wir ha­ben in der nächs­ten Wahl­pe­ri­ode gro­ße Bau­maß­nah­men vor uns. Ne­ben so­zia­lem Woh­nungs­bau, Neu­erschlies­sung von Bau­ge­bie­ten al­ler Nut­zun­gen, Stadt­sa­nie­rung, Hoch­ga­ra­ge wer­den wir den Neu­bau des Bau­ho­fes rea­li­sie­ren müs­sen und ein neu­es Feu­er­wehr­haus in Hau­sen, das nur von der FDP un­ter Ver­ken­nung der Not­wen­dig­keit und Be­deu­tung der Hau­se­ner Feu­er­wehr ab­ge­lehnt wird.

10 Be­bau­ungs­plä­ne wur­den in der Sit­zung wei­ter ent­wi­ckelt.

Wenn jetzt noch das Bau­ge­neh­mi­gungs­en­ga­ge­ment der Ver­wal­tung ver­bes­sert wer­den könn­te, könn­te viel Ver­nünf­ti­ges zeit­nah ent­wi­ckelt wer­den. Das Rat­haus muss vom Image ei­ner Bau­ver­hin­de­rungs­be­hör­de weg! Eine auf­wän­di­ge Ar­beit steckt hin­ter dem Neu­ab­schluss des Maye­ner Gas­kon­zes­si­ons­ver­tra­ges. Das gilt schon al­lein für das Le­sen und Ver­ste­hen ei­nes sol­chen kom­ple­xen Ver­trags­wer­kes. Im Rat­haus gibt es also manch gute Fä­hig­keit, die man ab­ru­fen kann und muss.

Si­cher gilt das für das nach sechs lan­gen und durch­aus quä­len­den Jah­ren ge­fun­de­ne Er­geb­nis in den Ver­hand­lun­gen mit dem Land­kreis über die ge­setz­li­che Kos­ten­er­stat­tung für un­ser Ju­gend­amt. Hier ha­ben Ver­wal­tungs­spit­ze und die fach­lich zu­stän­di­gen Mit­ar­bei­ter eine an­er­ken­nens­wer­te Ar­beit ge­leis­tet. Die­ser Er­folg wäre sonst so nicht mög­lich ge­we­sen.
Bei der Be­deu­tung ei­ner sol­chen Ent­schei­dung darf in­des­sen nicht ver­ges­sen wer­den, dass bei meh­re­ren Mil­lio­nen Mehr­ein­nah­men für die Städ­te Mayen und An­der­nach die In­ter­es­sen al­ler an­de­ren kreis­an­ge­hö­ri­gen Ge­mein­den be­trof­fen sind. Das wird dort nicht im­mer kri­tik­los ge­se­hen. In der Sa­che wird es nun we­sent­lich sein, was wir in der Wei­ter­ent­wick­lung un­se­res Ju­gend­am­tes leis­ten. Mehr Geld fürs Ju­gend­amt be­deu­tet nicht ein­fach mehr aus­ge­ben.

Er­neut muss­te sich der Stadt­rat mit un­se­rem Kran­ken­haus be­fas­sen.

Wenn wir dies als un­ser Haus be­zeich­nen, stel­len wir klar, dass wir uns das von nie­man­dem neh­men oder ka­putt ma­chen las­sen wer­den. In die­sem Haus wird eine her­vor­ra­gen­de und auf­op­fe­rungs­vol­le Ar­beit ge­leis­tet, wie wir aus vie­len Pa­ti­en­ten­rück­mel­dun­gen und ei­ge­nen An­schau­un­gen wis­sen. Er­neut ist es der Ge­schäfts­füh­rung und den Auf­sichts­gre­mi­en nicht ge­lun­gen die im Ge­samt­un­ter­neh­men un­zwei­fel­haft be­stehen­den Pro­ble­me so zu steu­ern und zu kom­mu­ni­zie­ren, dass ein kla­res Bild von ei­ner er­folgs­ori­en­tier­ten Kon­zep­ti­on zur Zu­kunft des Ge­mein­schafts­kli­ni­kums ent­steht. Statt­des­sen wer­den neue Pro­ble­me ge­schaf­fen, vor­han­de­ne Lö­sungs­an­sät­ze nicht um­ge­setzt und Chan­cen nicht ziel­ge­rich­tet ge­nutzt.
Der Land­kreis muss sich mit sei­ner Ge­sell­schaf­ter­stel­lung ein­deu­tig hin­ter die In­ter­es­sen un­se­rer Re­gi­on stel­len. Wir in Mayen müs­sen uns stär­ker im In­ter­es­se der Er­hal­tung des Hau­ses ein­brin­gen.

Bei all dem wird viel neue Ar­beit mit ver­än­der­ten An­for­de­run­gen auf alle Be­tei­lig­ten zu­kom­men, im Rat­haus und beim neu­en Stadt­rat. Wir hof­fen auf eine Ver­bes­se­rung der Zu­sam­men­ar­beit des OB mit den Rats­frak­tio­nen, denn au­ßer zu sei­nen Grü­nen gibt es zu al­len an­de­ren vier Frak­tio­nen er­heb­li­che Ir­ri­ta­tio­nen. Da­mit wer­den et­li­che gute Chan­cen für Mayen ver­tan. Wir sind dank­bar, dass man­che Be­schäf­tig­ten im Rat­haus red­lich be­müht sind, die Füh­rungs­de­fi­zi­te durch kon­struk­ti­ve Ge­sprä­che mit den Rats­frak­tio­nen aus­zu­glei­chen. Dar­an wer­den wir nach der Wahl an­knüp­fen, um mit un­se­ren Nach­bar­ge­mein­den kon­kur­renz­fä­hig zu blei­ben.

Bei al­ler Kri­tik im Ein­zel­nen gilt es Dank zu sa­gen all de­nen, die sich für un­se­re Stadt ein­set­zen. Wir wer­den uns un­er­müd­lich wei­ter für un­ser Mayen en­ga­gie­ren und sind si­cher, dazu vie­le gut­ge­sinn­te Mit­strei­ter zu fin­den.

Der Stadt und Ih­ren Men­schen ein herz­li­ches Glück­auf !

CDU Stadt­rats­frak­ti­on Mayen
Bern­hard Mau­el, Vor­sit­zen­der

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