Von we­gen lang­wei­li­ger Bü­ro­job — ich wer­de Be­am­tin!

Ve­re­na Ge­org ab­sol­viert ihre Aus­bil­dung bei der Kreis­ver­wal­tung

Ve­re­na Ge­org ist nicht ge­ra­de das, was man sich un­ter ei­ner „ty­pi­schen Be­am­tin“ vor­stellt. Aber was ist heut­zu­ta­ge schon ein ty­pi­scher Be­am­ter? Das alte Bild des Be­am­ten hat sich auch in der Kreis­ver­wal­tung ge­wan­delt: den Be­am­ten mit bei­gem Trench­coat, brau­nen Schu­hen und brau­ner Le­der­ak­ten­ta­sche fin­det man kaum noch. So­wohl op­tisch als auch ar­beits­tech­nisch sind die Ver­wal­tun­gen und ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter mo­der­ner ge­wor­den. „Mit die­sem neu­en Er­schei­nungs­bild des öf­fent­li­chen Diens­tes kann ich mich iden­ti­fi­zie­ren“, sagt Ve­re­na Ge­org. Man nimmt es der jun­gen Frau ab, dass sie ihre Aus­bil­dung bei der Kreis­ver­wal­tung Mayen-Ko­blenz ger­ne ab­sol­viert. Sie ist Kreis­in­­spe­k­­tor-An­wär­­te­­rin im zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr. Nächs­tes Jahr macht sie ihre Lauf­bahn­prü­fung und hat sehr gute Chan­cen, an­schlie­ßend in den Dienst des Land­krei­ses über­nom­men zu wer­den.

Nach dem Ab­itur ins Dua­le Stu­di­um

Wie kam sie ei­gent­lich auf die Idee, zur Ver­wal­tung zu ge­hen? „Das lag auch et­was am Be­ruf mei­ner El­tern, die bei­de im öf­fent­li­chen Dienst tä­tig sind. Nach der Schu­le bin ich oft zu ih­nen ins Büro ge­gan­gen. So konn­te ich ers­te Er­fah­run­gen und Ein­bli­cke in den All­tag ei­ner Ver­wal­tung und den Um­gang zwi­schen den Kol­le­gen ge­win­nen. Spä­ter ab­sol­vier­te ich mein Schul­prak­ti­kum im Be­reich Lan­des­pfle­ge und Na­tur­schutz. Die Tä­tig­kei­ten dort ha­ben nur in­di­rekt et­was mit mei­ner jet­zi­gen Aus­bil­dung zu tun, aber die Viel­falt der Auf­ga­ben in­ner­halb ei­ner Be­hör­de hat mich fas­zi­niert. Nach den zwei Wo­chen stand da­her für mich fest, dass auch ich in ei­ner Ver­wal­tung ar­bei­ten möch­te.“

Nach dem Ab­itur ging es für Ve­re­na Ge­org im Som­mer 2017 mit ih­rem Dua­len Stu­di­um bei der Kreis­ver­wal­tung Mayen-Ko­blenz los. Seit ih­rem ers­ten Ar­beits­tag hat sie schon ei­ni­ge Pra­xis-Sta­­ti­o­­nen in­ner­halb der Be­hör­de durch­lau­fen, zum Bei­spiel die Kreis­kas­se, die Kreis­lauf­wirt­schaft so­wie die Aus­län­der­be­hör­de. Der­zeit ist sie im Büro Land­rat ein­ge­setzt. Hier ge­hört etwa das Schrei­ben von Re­den, Gruß­wor­ten und Pres­se­be­rich­ten zu ih­ren Auf­ga­ben. Ab Au­gust steht für die Kreis­in­­spe­k­­tor-An­wär­­te­­rin ein zwei­mo­na­ti­ges Gast­prak­ti­kum bei der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung Pel­lenz in Plaidt auf dem Aus­bil­dungs­plan. Zwi­schen den ein­zel­nen prak­ti­schen Ab­schnit­ten bil­det die Hoch­schu­le für öf­fent­li­che Ver­wal­tung Rhein­­land-Pfalz in Mayen die künf­ti­gen Be­am­tin­nen und Be­am­te im Ver­wal­tungs­dienst aus. „Die fach­theo­re­ti­schen Stu­di­en­mo­du­le um­fas­sen bei­spiels­wei­se Zi­vil­recht und Öf­fent­li­ches Recht. Ne­ben die­sen klas­si­schen Rechts­fä­chern wer­den auch be­triebs­wirt­schaft­li­che Kennt­nis­se oder Or­ga­ni­sa­ti­ons­leh­re ver­mit­telt“, be­rich­tet Ve­re­na Ge­org.

Ak­tu­ell 42 Aus­zu­bil­den­de bei der Kreis­ver­wal­tung

Die An­wär­ter un­ter­stüt­zen den Land­kreis dar­über hin­aus auch bei der Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen, wie etwa dem Ball des Sports, der Ver­lei­hung des Wap­pen­tel­lers so­wie der Wein­ga­la. Vom Auf­bau über den Sekt­emp­fang bis hin zum Ser­vice sind vie­le hel­fen­de Hän­de ge­fragt. „Ich freue mich, wenn ich zum Hel­fen bei ei­ner an­ste­hen­den Ver­an­stal­tung ein­ge­teilt bin. Es er­ge­ben sich oft net­te Ge­sprä­che mit den Gäs­ten und ich ler­ne auch die an­de­ren Aus­zu­bil­den­den bes­ser ken­nen“, so die An­wär­te­rin.

Ve­re­na Ge­org ist nicht die ein­zi­ge Aus­zu­bil­den­de bei der Kreis­ver­wal­tung Mayen-Ko­blenz. Ak­tu­ell be­fin­den sich 42 An­wär­te­rin­nen und An­wär­ter zum 2. und 3. Ein­stiegsamt im Ver­wal­tungs­dienst in der Aus­bil­dung. Die An­wär­ter zum 3. Ein­stiegsamt (ehe­mals ge­ho­be­ner Dienst) ver­tei­len sich auf drei Ein­stel­lungs­jahr­gän­ge, die Nach­wuchs­kräf­te zum 2. Ein­stiegsamt (ehe­mals mitt­le­rer Dienst) auf zwei Ein­stel­lungs­jahr­gän­ge. Ende Juni ha­ben in bei­den Aus­bil­dungs­gän­gen fünf An­wär­ter im 2. Ein­stiegsamt und 6 Prüf­lin­ge im 3. Ein­stiegsamt ihre Lauf­bahn­prü­fung ab­ge­legt. Bis­her hat es fast im­mer ge­klappt, die Nach­wuchs­kräf­te nach ih­rer Aus­bil­dung dau­er­haft in der Kreis­ver­wal­tung ein­zu­stel­len.

Marco Schmitz
Mar­co Schmitz
Mar­co lebt und ar­bei­tet als frei­er Jour­na­list in Mayen. Der Schwer­punkt sei­ner Tä­tig­keit liegt in den Be­rei­chen Kul­tur und Un­ter­hal­tung. Er schreibt für Zei­tun­gen und ist Au­tor Deutsch­lands ers­ter Stu­die über die Re­zep­ti­on von in­ter­ak­ti­ven In­hal­ten durch El­tern.

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