Schü­ler su­chen Zu­hau­se auf Zeit

Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus al­ler Welt wol­len Deutsch­land ent­de­cken

So vie­le Wein­ber­ge“, sagt Su­pri­ya. Im ver­gan­ge­nen Som­mer zog die 18-Jäh­­ri­ge aus Ka­na­da an die Mo­sel und hat ihre Ent­schei­dung, ein Aus­tau­sch­jahr in Deutsch­land zu ver­brin­gen, nicht be­reut. „Ich lie­be es. Es gibt so viel Na­tur“, sagt sie. Su­pri­ya aus Kan­da hat eine Er­fah­rung ge­macht, die rund 300 Ju­gend­li­che aus al­ler Welt ih­nen noch be­vor­steht: Sie freu­en sich auf ein be­son­de­res Schul­jahr in Deutsch­land.

Rund 300 in­ter­na­tio­na­le Ju­gend­li­che zwi­schen 15 und 18 Jah­ren kom­men nach den Som­mer­fe­ri­en wie­der mit der AFS zum Schü­ler­aus­tausch nach Deutsch­land. Das ge­mein­nüt­zi­ge in­ter­na­tio­nal agie­ren­de Netz­werk er­mög­licht seit mehr als 70 Jah­ren in­ter­kul­tu­rel­le Lern­er­fah­run­gen auf der gan­zen Welt. Die Men­schen in der Re­gi­on sei­en sehr hilfs­be­reit, sagt Su­pri­ya: „Hier gibt es sehr vie­le klei­ne Dör­fer, ich mag das, weil du ein­fach fast je­den Men­schen kennst. Es ist wirk­lich si­cher, es gibt nicht so vie­le Men­schen und nicht so viel Stress.“


Gast­fa­mi­li­en ge­sucht

Gast­fa­mi­li­en, die Ju­gend­li­chen eine Aus­lands­er­fah­rung in Deutsch­land er­mög­li­chen, sind so viel­sei­tig wie die Welt: Paa­re mit oder ohne Kin­der, Al­lein­er­zie­hen­de, gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re oder auch Se­nio­ren in Rhein­­land-Pfalz kön­nen ih­nen ein lie­be­vol­les Zu­hau­se auf Zeit bie­ten. Vie­les sei ganz an­ders als in Kan­da, sagt Su­pri­ya und grinst: „Ein ty­pisch deut­sches Es­sen in mei­ner Fa­mi­lie ist Würst­chen mit Kar­tof­feln und Spi­nat. Ich mag es.“

Eine Auf­nah­me ist für ei­nen Zeit­raum ab sechs Wo­chen bis zu ei­nem Jahr mög­lich. Wich­tig sind ein frei­es Bett, Gast­freund­schaft und Neu­gier­de auf eine an­de­re Kul­tur. AFS-Mit­­ar­bei­­te­­rin­­nen und ‑Mit­ar­bei­ter in der Re­gi­on so­wie aus der Ge­schäfts­stel­le in Ham­burg be­rei­ten die Gast­fa­mi­li­en vor und be­glei­ten alle Be­tei­lig­ten. In­ter­es­sier­te, die eine Gast­schü­le­rin wie Su­pri­ya auf­neh­men möch­ten, kön­nen sich im In­ter­net un­ter www.afs.de/gastfamilie er­kun­di­gen oder un­ter der Te­le­fon­num­mer 040 399222–90 so­wie per E‑Mail an gastfamilie@afs.de di­rekt an die Aus­tau­sch­or­ga­ni­sa­ti­on AFS wen­den.

AFS ist ein in­ter­na­tio­na­les Netz­werk, das seit über 70 Jah­ren welt­weit in­ter­kul­tu­rel­le Lern­er­fah­run­gen er­mög­licht – die Or­ga­ni­sa­ti­on ist in rund 60 Län­dern prä­sent. AFS setzt sich für Völ­ker­ver­stän­di­gung, Welt­frie­den und mehr so­zia­le Ge­rech­tig­keit ein. Mehr als 2.300 jun­ge Men­schen ge­hen mit AFS im Aus­land zur Schu­le oder en­ga­gie­ren sich als Frei­wil­li­ge im Aus­land. Rund 50.000 Eh­ren­amt­li­che tra­gen welt­weit zur Um­set­zung die­ser le­bens­prä­gen­den Er­fah­rung bei. In Deutsch­land ist AFS In­ter­kul­tu­rel­le Be­geg­nun­gen e. V. eine ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on, die sich aus den Teil­­nah­­me- und Ver­eins­bei­trä­gen, durch Spen­den, Stif­tungs­mit­tel und öf­fent­li­che Gel­der fi­nan­ziert.

 

Marco Schmitz
Mar­co Schmitz
Mar­co lebt und ar­bei­tet als frei­er Jour­na­list in Mayen. Der Schwer­punkt sei­ner Tä­tig­keit liegt in den Be­rei­chen Kul­tur und Un­ter­hal­tung. Er schreibt für Zei­tun­gen und ist Au­tor Deutsch­lands ers­ter Stu­die über die Re­zep­ti­on von in­ter­ak­ti­ven In­hal­ten durch El­tern.

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