Men­dig zer­legt den TUS Mayen

Deut­li­che 0:5‑Schlappe für den TUS an der Braue­rei

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag Abend muss­te der TUS Mayen ge­gen die SG Ein­tracht Mendig/Bell mit 0:5 die höchs­te Nie­der­la­ge im Der­by hin­neh­men. Nach zu­letzt sechs sieg­lo­sen Auf­trit­ten der Vul­kan­städ­ter vor rund 500 Zu­schau­ern ge­gen den TUS trumpf­te man zu Sai­son­be­ginn or­dent­lich auf. Be­reits im Vor­feld war zu le­sen, dass die Gast­ge­ber als Fa­vo­rit in die Par­tie ge­hen soll­ten. Was vie­le Fans für ei­nen tak­ti­schen Schach­zug aus dem Maye­ner La­ger hiel­ten, soll­te sich da be­wahr­hei­ten.

Bes­ter Maye­ner war Tor­hü­ter Ke­vin Mi­chel

In ei­ner ins­ge­samt ent­täu­schen­den TUS-Man­n­­schaft war Tor­mann Mi­chel noch der bes­te Spie­ler. Er ver­hin­der­te in der ers­ten Halb­zeit durch meh­re­re Glanz­pa­ra­den eine vor­zei­ti­ge Spiel­ent­schei­dung. Der TUS hät­te sich über ein 0:3 zur Pau­se nicht be­schwe­ren dür­fen.


Nach dem Sei­ten­wech­sel mach­ten es die Gast­ge­ber bes­ser. Feh­ler der Maye­ner im Mit­tel­feld wur­den gna­den­los be­straft. In der 47. Mi­nu­te war es dann so­weit. Mar­cel Berg er­ziel­te das 1:0. Wer nun ein Auf­bäu­men der Maye­ner Mann­schaft ge­gen die dro­hen­de Nie­der­la­ge er­war­te­te, sah sich ge­täuscht. Nach et­was mehr als ei­ner Stun­de sorg­ten die Tref­fer 2 und 3 durch Mus­ta­fa Ma­dano­g­lu und Ni­klas Hei­ne­mann für die Vor­net­schei­dung. Ma­nu­el Os­ter mit dem 4:0 in der 78. Mi­nu­te und Björn Gil­les zum 5:0 in der 85. Mi­nu­te  mach­ten das De­ba­kel per­fekt.

Ins­ge­samt geht die Nie­der­la­ge voll­kom­men in Ord­nung. Der TUS Mayen leis­te­te sich viel zu vie­le Feh­ler im Spiel­auf­bau, die von den Men­di­gern eis­kalt be­straft wur­den. Wäh­rend bei den Gast­ge­bern nach dem Schluss­pfiff Par­ty­stim­mung herrsch­te, gab es im Maye­ner La­ger bei al­len Be­tei­lig­ten lan­ge Ge­sich­ter.

Per­so­nel­le Sor­gen wer­den durch Platz­ver­weis nicht we­ni­ger

Be­reits vor dem An­pfiff plag­ten den TUS Mayen gro­ße per­so­nel­le Pro­ble­me. Man muss­te gleich auf vier Stamm­spie­ler ver­zich­ten: Mi­cha­el Daub, To­bi­as Uhr­ma­cher, Se­bas­ti­an Fi­scher und Phil­ipp Ries fal­len der­zeit ver­let­zungs­be­dingt aus.

Die Sor­gen er­höh­ten sich dann noch in der 88. Mi­nu­te des Spiels. Hoff­nungs­trä­ger Lu­kas Mey be­schwer­te sich nach ei­nem nor­ma­len Zwei­kampf laut­stark bei Zweit­­li­­ga-Schied­s­­rich­­ter Be­ne­dikt Kemp­kes aus Thür. Die­ser ver­warn­te Mey mit der gel­ben Kar­te und droh­te wei­te­re Kon­se­quen­zen an. Nach ei­ner Schieds­rich­ter­be­lei­di­gung folg­te schließ­lich gelb-rot, was in der Re­gel nor­mal eine Spiel­sper­re zur Fol­ge hat. Da aber ein Schimpf­wort fiel, muss der TUS mög­li­cher­wei­se bis zu drei Spie­le auf den Tor­jä­ger ver­zich­ten. Eine ab­so­lut un­nö­ti­ge und mög­li­cher­wei­se fol­gen­schwe­re Ak­ti­on. Da sich das Gan­ze un­mit­tel­bar ne­ben der TUS-Trai­­ner­bank er­eig­ne­te, bleibt un­ver­ständ­lich, war­um Trai­ner Pa­trick Baa­de nicht ein­griff und sei­nen Spie­ler zu­rück­pfiff.

Wie­der­gut­ma­chung am Sams­tag ge­for­dert

Am kom­men­den Sams­tag, 10. Au­gust gas­tiert ab 17.30 Uhr die SG Schnei­­fel-Stadt­­kyll auf dem Kunst­ra­sen­platz im Net­te­tal. Der Auf­stei­ger setzt sich aus frü­he­ren Ver­ei­nen aus Auw, Or­mont, Hall­schlag und Stadt­kyll zu­sam­men. Am ers­ten Spiel­tag er­reich­ten das Team aus der ho­hen Vul­kan­ei­fel ein acht­ba­res 3:3 zu­hau­se ge­gen den SV Mehring. Gute Er­in­ne­run­gen ha­ben ei­ni­ge Fans da­bei an den 20. Au­gust 2011, als der TUS vor 300 Zu­schau­ern in Stadt­kyll mit 6:1 sie­gen konn­te.

In die­sem Spiel ist Wie­der­gut­ma­chung ge­for­dert. Eine deut­li­che Leis­tungs­stei­ge­rung wird je­doch er­for­der­lich sein. Bei ei­ner wei­te­ren Nie­der­la­ge und zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Aus­wärts­spie­len in Mehring und Wind­ha­gen könn­te es im idyl­li­schen Net­te­tal sehr un­ge­müt­lich wer­den.

Thomas Schlosser
Tho­mas Schlos­ser
Tho­mas ist un­ser Quer­ein­stei­ger aus dem Mit­tel­feld. Sein Herz schägt für den Fuß­ball, be­son­ders wenn die Elf von Mayen oder Glad­bach auf dem Platz steht. Aus dem Ab­seits bringt auf mayenerleben.de den ein oder an­der­ne Ball selbst ins Spiel.

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