Ent­war­nung aus Schacht 518

Ge­län­de kann mit we­ni­gen Ein­schrän­kun­gen wei­ter ge­nutzt wer­den

Die Öff­nung des Schachts 518 auf dem Gru­ben­feld war zwin­gend er­for­der­lich, um Un­ter­su­chun­gen des Ge­län­des vor­zu­neh­men und so Ge­fah­ren­po­ten­ti­al früh­zei­tig er­ken­nen und gg­fls. ent­spre­chen­de Si­che­rungs­maß­nah­men er­grei­fen zu kön­nen.

Ak­tu­ell ha­ben wir er­freu­li­cher­wei­se zu­nächst kei­nen aku­ten Hand­lungs­be­darf, auch wenn die Hohl­räu­me wei­ter be­ob­ach­tet wer­den müs­sen und mit­tel­fris­tig si­cher­lich eine Ver­fül­lung an­ge­ra­ten ist“, er­läu­tert Ober­bür­ger­meis­ter Treis. „Dar­über bin ich sehr froh, denn bei solch ta­ges­na­hen Hohl­räu­men kann es auch ganz an­ders aus­ge­hen, wie un­se­re Nach­barn in Men­dig ja er­le­ben muss­ten!“. Für den Be­reich „Am Lay­er­hof“ in Mayen hin­ge­gen konn­ten die Un­ter­su­chun­gen zu­nächst Ent­war­nung ge­ben: Ein Hal­te­ver­bot in den kri­ti­schen Be­rei­chen muss­te ver­hängt wer­den. Das Be­fah­ren der Stra­ße mit Schwer­last­ver­kehr ist aber wei­ter­hin er­laubt  – was für die an­lie­gen­den Un­ter­neh­men na­tür­lich eben­falls ein po­si­ti­ves Er­geb­nis war.


Stän­di­ge Be­ob­ach­tung des Ge­bie­tes ist not­wen­dig

Ver­schie­de­ne über­ir­di­sche Be­ob­ach­tun­gen und Mes­sun­gen hat­ten An­lass dazu ge­ge­ben, dass das Ge­biet vom Lan­des­amt für Geo­lo­gie und Berg­bau Rhein­­land-Pfalz (LGB) in die Ri­si­ko­klas­se I bis II. ein­ge­stuft und ein drin­gen­der Hand­lungs­be­darf für die Über­wa­chung / Be­ob­ach­tung der Si­tua­ti­on so­wie geo­­tech­­nisch-mar­k­­schei­­de­­ri­­scher Un­ter­su­chun­gen auf­ge­zeigt wur­de. Für die­se be­durf­te es je­doch ei­nem ge­si­cher­ten Zu­gang zu den Hohl­räu­men, was vom Lan­des­amt für Geo­lo­gie in ei­nem Schrei­ben vom 11.07.2016 ge­for­dert wur­de. Dar­auf­hin wur­den ent­spre­chen­de Haus­halts­mit­tel von der Ver­wal­tung für das Haus­halts­jahr 2017 ein­ge­stellt, al­ler­dings vom Stadt­rat in der De­zem­ber­sit­zung 2016 nicht ge­neh­migt.

Vor die­sem Hin­ter­grund frag­te die Ver­wal­tung beim Lan­des­amt nach, ob die Maß­nah­me zeit­lich ver­scho­ben wer­den könn­te. Die Maß­nah­men sei­en „so­fort, das heißt ohne wei­te­re Ver­zö­ge­rung in An­griff zu neh­men. Ei­ner Ver­schie­bung der emp­foh­le­nen Maß­nah­men kann von Sei­ten des LGB nicht zu­ge­stimmt wer­den“, mach­te das Lan­des­amt in sei­ner Ant­wort vom 05.01.2017 deut­lich. Dar­auf­hin stell­te  der Stadt­rat in der Sit­zung am 16.01.2017 die für die Maß­nah­me ver­an­schlag­ten Mit­tel  zur Ver­fü­gung: Der Schacht wur­de ge­öff­net und über eine Si­cher­heits­lei­ter zu­gäng­lich ge­macht.

Vie­le Stel­len nur mit Kra­xeln und Klet­tern zu er­rei­chen

Ent­ge­gen an­ders lau­ten­der Pres­se­be­rich­te gibt es kei­nen kom­for­ta­blen Zu­gang über eine Bruch­stein­trep­pe“, er­klärt der Ober­bür­ger­meis­ter. Auch war eine sol­che nie ge­plant und ist auch für die Zu­kunft nicht an­ge­dacht, da es im Un­ter­grund auch kaum Wege gibt, die man für eine mög­li­che Ver­mark­tung nut­zen kön­ne. „Im Ge­gen­teil, vie­le Stel­len las­sen sich nur mit Kra­xeln und Klet­tern über­haupt er­rei­chen“, er­klärt der Stadt­chef, der sich selbst vor Ort ein Bild der Hohl­räu­me ge­macht hat.

Über die­se Si­cher­heits­trep­pe stei­gen die Fach­leu­te in den Schacht 518 hin­ab um dort ihre Un­ter­su­chun­gen durch­zu­füh­ren. Foto: Stadt Mayen

In­so­weit ist es auch nicht kor­rekt, dass eine sol­che Trep­pe das Pro­jekt ver­teu­ert hät­te“, er­klärt Treis wei­ter. „Es gab be­dau­er­li­cher­wei­se Kos­ten­stei­ge­run­gen – die­se wa­ren aber nicht auf neue Wün­sche oder An­for­de­run­gen zu­rück­zu­füh­ren, die die Ver­wal­tung ge­äu­ßert hat.“ Die An­for­de­run­gen wur­den al­le­samt durch das LGB ge­stellt. Zu Kos­ten­stei­ge­run­gen hat­ten auch die er­heb­li­chen Schad­stoff­kon­zen­tra­tio­nen und die il­le­ga­len Müll­ab­la­ge­run­gen ge­führt, die je­doch erst nach Öff­nung des Schach­tes in die­sem Aus­maß be­kannt wur­den. Nach­dem der Schacht im Sep­tem­ber 2017 so weit ge­öff­net war, dass man in die Un­ter­höh­lun­gen ein­stei­gen konn­te, stell­te sich her­aus, dass die Schacht­ba­sis auf Dau­er nicht stand­fest ist und ei­ner wei­te­ren Si­che­rung be­durf­te. Auch dies führ­te zu Kos­ten, die vor­her nicht kal­ku­liert wer­den konn­ten.

Es ist na­tür­lich be­dau­er­lich, dass kein Ver­tre­ter der SPD an der Be­ge­hung des Schach­tes teil­ge­nom­men hat, bei der von den Fach­leu­ten die Not­wen­dig­kei­ten der re­gel­mä­ßi­gen Be­ge­hun­gen so­wie der Zu­stand der Hohl­räu­me er­läu­tert wur­den. Dann hät­te man aus ei­ge­ner Er­fah­rung ge­wusst, dass der Ein­stieg  nicht über eine „recht auf­wän­di­ge Trep­pen­an­la­ge aus Bruch­stein“ er­folgt, son­dern über eine Si­cher­heits­lei­ter.  So wä­ren man­che Ge­rüch­te nicht ent­stan­den und die SPD hät­te sich die Pres­se­mit­tei­lung und die da­mit ver­bun­de­ne un­nö­ti­ge Un­ru­he er­spa­ren kön­nen“, so Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Treis.

Die jüngs­te Be­ge­hung fand am 18. Juni 2019 statt.

Marco Schmitz
Mar­co Schmitz
Mar­co lebt und ar­bei­tet als frei­er Jour­na­list in Mayen. Der Schwer­punkt sei­ner Tä­tig­keit liegt in den Be­rei­chen Kul­tur und Un­ter­hal­tung. Er schreibt für Zei­tun­gen und ist Au­tor Deutsch­lands ers­ter Stu­die über die Re­zep­ti­on von in­ter­ak­ti­ven In­hal­ten durch El­tern.

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